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Sunday, March 22, 2020

Home Sweet Home

18. bis 19. Kythorn 1392

Es ging um Leben und Tod. Die Trolle hatten ihren Hinterhalt gut geplant. Ob das an der Weisheit ihres Shamanenführers lag? Thass findet Spuren, die zu einem Trolllager führen könnten. Die Gruppe entscheidet sich aber dazu, so schnell wie möglich zum Feenportal voranzuschreiten.

Kurz danach erreichen sie das Kreuzungsportal ins Feywild, welches sie zurück nach Evereska bringen soll. Der Wächter des Portals, Colyedes, ein Portalswächter, spielt jedoch lieber mit ihnen. Isleth gibt ALLES und wenn sie zwei einfache ätsel des Wächters lösen können, wird dieser das Portal öffnen.


Ich wurde zugleich mit der Welt geboren,
sterbe nicht eher, als die Welt vergeht,
und werde keine fünf Wochen alt.
(Mond)
Grün, gelb, braun und weiß
zeigts sich dem Tauben.
Lau, heiß, frisch und kalt
gilt es dem Blinden.
(die 4 Jahreszeiten)

Isleth entpuppt sich als geschickte "Naturrätsellöserin". Das Feenportal sendet die Helden durch eine Art Blätterstrudel, der nicht ganz ungefährlich zu sein scheint. Aenialis wird durch einen massiven Ast beinahe vom Weg abgedrängt. Dies hätte zur Folge gehabt, das er irgendwo im Feenreich gestrandet wäre. Doch Tiandra sei dank, kann er sich, von seinen Gefährten unterstützt, an ihnen festhalten.

Dann durchschreiten sie die andere Seite und kommen tatsächlich am Mythal von Evereska an. Blitzschnell überqueren sie die Barriere, als die ekelhaften Phaerimm schon mit unbändiger, mächtiger Magie versuchen sie davon abzuhalten. Meteoritenschwärme, Auflösungen und schlimmeres prasseln gegen den Mythal. Die Erde bebt. Doch die Schicksalswanderer haben es geschafft. Sie sind zurück in Evereska!!!

Manche können es gar nicht glauben und beäugen ihre Umgebung aufmerksam. Ist es doch nur eine Illusion der Phaerimm? Aber nein. Der Wachkapitän Fyriens schliesst die Helden in die Arme. Die lange Wacht und ihre Reihen von Kriegern begleiten die Helden in die Hallen der Hohen Jagd.
Der Rat der Ältesten ist übermäßig erfreut und identifiziert die Schriftrolle aus dem Drachenfriedhof tatsächlich als "MAHN-LOFEIS-SCHRIFTEN". Der Artefakt muss jedoch sehr sorgsam benutzt werden, da er die Phaerimm nur für begrenzte Zeit schwächt. Die Phaerimm müssen sich sicher fühlen, damit auch so wenige wie möglich entkommen können und alle im Radius des Artefakts sind.

Nachdem sich die Schicksalswanderer die Nacht über ausgeruht haben (mit etwas Mithilfe des Rates) wird am nächsten Tag ein Fest für die Elite Evereskas abgehalten. 
Die Helden werden geehrt und erzählen ihre Reise vor dem Adel und dem Hohen Rat. Danach mischen sie sich unter das hohe Volk Evereskas.
Oslarelar macht sich bei einer Adeligenfamilie einen sehr guten Namen und ist sich der Tochter gewiss. Ebenso macht er sich zum Teilhaber einer möglichen Handelskooperation nach erfolgreicher Schlacht.

Aelea versucht Zugang zum inneren Kreis versteckter Mythrienanbeter zu bekommen. Leider sind diese recht alternativ und scheinen eher unter Drogen zu stehen. In ihrem Kreis ist sie aber willkommen. Sie fasst für sich den Plan, die Mythrienanbeter auf einen Pfad zu bringen, der Mythrien auch tatsächlich gerecht wird.
Thass-Alteas Versuche innerhalb der Langen Wacht die Karriereleiter hinaufzuklettern sind leider vergebens. Nur wer hart schuftet und sich an die Regeln hält hat Aussicht auf Erfolg (dafür kommt ihn sein Abenteuer sehr wohl zugute).
Tanyl versucht den Ruf seiner Mutter zu verbessern. Das scheint jedoch nicht viele an diesem Abend zu interessieren. Ein paar Feuerfanatiker des Kossuth werden auf ihn aufmerksam.
Isleth schafft es bei den Schriftstellern der Geschichtsbücher Gehör zu erlangen und darf an ihren Werken teilhaben.
Aenialis macht sich bei Debatten über Tiandra eher etwas lächerlich und scheint in dieser Gesellschaft fehl am Platz zu sein.

Die Schicksalswanderer werden etwas später in eine Nebenhalle gebeten und ihre Belohnung wird überreicht. 
Danach werden die Schlachtpläne besprochen...


Friday, February 21, 2020

Gutes altes Faerun

16. bis 18. Kythorn 1392

Der Teufel hat sich an seinen Vertrag gehalten. Dank des Verhandlungsgeschicks der Gruppe hat er sie auch nicht über einer Spalte oder mitten in einem See teleportiert.
Die Schicksalswanderer sehen (endlich) wieder die Welt von Faerun. Die Farben bei weitem nicht mehr so prächtig, die Gerüche nicht mehr so eindrucksvoll.
Die Sonne geht bald auf. Kurz vor der Dämmerung können Aeleas vom alter geschulte Augen trotz der Dunkelheit einiges ausmachen. Der Vulkan, welcher den Brunnen der Drachen beherbergt, ein See und eine im Aufbau befindliche Festung am Rande des Wassers, sowie einen Drachen am Berghang des Vulkans.
Aenialis sucht ein Versteck. Schwer ermüdet wollen sie in einem kleinen Wäldchen wenigstens für eine Nacht frieden suchen. Weit gefehlt. Ein ein Meter großer Biber kommt dahergelaufen und spricht in einer hohen Stimme:" Schicksalsläufer ihr seid zurück und am Leben. Der hohe Rat hat vollstes Vertrauen in eure im Feenreich erworbenen Fähigkeiten. Die Zeit wird knapp. Die Phaerimm sind ungeduldig. Die Erzdruiden halten nicht mehr lange stand. Folgt dem Kompass sobald ihr den Artefakt in euren Besitz gebracht habt. Er wird euch zu einem Portal führen, welches euch nach Evereska bringen wird!!"
Darufhin übergibt sich das seltsame Tier und ein Kompass liegt im Erbrochenen. Danach schüttelt es den Biber durch und er explodiert, verteilt dabei seine Eingeweide in alle Richtungen.

Als die Helden erneut versuchen ihr Lager in einer kleinen Höhle aufzuschlagen, werden sie erneut überrascht. Eine weibliche angenehme Stimme sagt:"Interessant was sich die ältesten von Everska immer so ausdenken." Es handelt sich um Hilfe aus dem Wealdath. Eine Elfen-Waldläuferin, Riniasell, möchte ihnen beistehen. Sie erzählt von den Schwierigkeiten des Wealdath, Evereska zu unterstützen, da sie sich zur Zeit im Krieg mit dem Ogerreich Velen befinden. Sie erzählt den Schicksalswanderern von der Umgebung und schenkt ihnen ein paar Tränke und eine mächtige Schriftrolle.
Der Magmasee und die Ströme aus dem Vulkan an der westlichen Seite existieren seit ein Feuertitan während des Götterkrieges dort vorbeimarschiert ist. Es ist ein Ort voller Elementare.
Der Drachenkult (Wahnsinniger Kult der in Untoten Drachen die Herrschaft der Welt sieht) baut eine für 300 Mann gedachte Festung, ein großer Anteil der Kultmitglieder. Sie versuchen schon die letzten 2 Jahre den Brunnen der Drachen zu betreten. Gute Drachen und die Harfner konnten das lange Zeit verhindern. Vor kurzer Zeit kam jedoch einer der größten Kriegsherrn des Kults, Naergoth Klingenmeister auf seinem Drachenleichnam Gorhlaokh, um den Bau zu beaufsichtigen und den Brunnen für den Kult einzunehmen. Sie vertrieben die letzten Harfner und töteten mit Hilfe eines Roten Drachen namens Torpalluvar die letzte Verteidigerin, ein Silberner Drache namens Fyarellganyras. Diese hat ein Nekromant des Kults namens Zekhelio als Skelettdrache "wiederbelebt". Auch sie dient nun dem Kult.
Riniasell erzählt von mehreren Eingängen. Der offensichtlichste wird von einem Bronzedrachengeist namens Cyrweldnyra bewacht. Der Fluss bietet womöglich an zwei Stellen ebenfalls die Möglichkeit in den Brunnen zu gelangen. Über den Krater direkt rät sie den Helden ab. Dort wachen Horden von Drachenschreckgespenstern um die Lebenden zu vernichten.
Nach versuchen von Isleth und Aelea (anscheinend waren sie zulange zusammen mit nackten Elfen im Feenreich) die hübsche Elfe zu einem lesbischen Abenteuer zu überreden. Diese Versuche werden NICHT von Erfolg gekrönt.
Die Schicksalswanderer diskutieren das weitere Vorgehen. Nach kurzen Überlegungen, den roten Drachen zu töten, den Nekromanten zu erschlagen und den silbernen Drachen zu erlösen, entscheiden sie sich die Höhle durch den Vordereingang zu betreten. Tanyl hatte eine Eingebung. In Unsichtbarkeitszauber gehüllt und in Begleitung der Waldläuferin erreichen die Helden den Eingang. Ein Trupp von Drachenkultwachen hat in der Nähe ein Lager aufgeschlagen.
Aenialis macht vor dem Eingang natürlich mächtig Lärm mit seiner Rüstung und die Wachen werden alarmiert. Riniasell, sie darf vom Kult nicht entdeckt werden da sie Aufgaben für den Wealdath zu erledigen hat, schleicht sich davon.
Noch bevor die Krieger des Kults die Helden erreichen, laufen sie in die Höhle.
Cyrweldnyra erscheint. Der Untote Drache ruft Ehrfurcht hervor.
Ein langes Gespräch beginnt. Die Helden schaffen es mit ihren außergewöhnlichen Talenten und Überzeugungskraft den Drachen zu überzeugen, sie in den Brunnen einzulassen.
Sie argumentieren mit dem Kampf Gut gegen Böse (Wie Tiamat und Bahamut), Opfern die zu bringen sind (selbst Cyrweldnyra hat in der Vergangenheit einen Tempel von Tyr geopfert um Tiamats Ritual zu unterbrechen), der Rationalität der Drachen (Zauber und Repariershow von Aelea), der Grausamkeit und den Machenschaften der Phaerimm und der Geschichte der Elfen (Elfische Helden die in Kleingruppen Drow und Dämonen in Myth Drannor zurückgeschlagen haben).

Draussen ruft der Kult in der Zwischenzeit den Roten Drachen zu Hilfe. Dieser brüllt und fordert die Helden auf, herauszukommen. Er wird immer wütender, und schliesslich überkommt er seine Angst vor dem Geisterdrachen und stürmt in die Höhle.
Der Kampf der folgt erscheint den Elfen episch. Geisterdrache, Roter Drache, und die Schicksalswanderer zwischen unheiligen schuppenzerreissenden Geisteratem und der Feuersbrunst von Torpalluvar.
Nachdem Aelea einen nach dem anderen fallen sieht, versucht sie ihr Glück mit der geschenkten Schriftrolle. Sie beschwört einen Legionsarchon.
Der Kampf ist hart und bitter. Am Ende aber muss der Rote fliehen, verfolgt vom Legionsarchon (in der Hoffnung das dieser den Drachen vor der Höhle noch erschlägt).

Der Geisterdrache wird durchsichtig und verschwindet, stellt aber in den Gedanken der Helden noch ein paar Regeln für das Betreten des Friedhofes auf und gibt ihnen Ratschläge. Sie sollen sich in Acht nehmen. Am Friedhof verhält sich die Magie oft anders, die Elemente sind durchdringeneder.

Der Friedhof ist groß. Im westlichen Teil blubbert Magma, versteinerte Bäume und Drachenskelette, aber der Fluss bildet drinnen auch einen See. Im östlichen Eck mehrere kleine Wälder.
Immer wieder bilden sich elementare Stürme. auf dem Areal. Die Helden müssen sehr vorsichtig sein. Rachsüchtige Geister und Spukerscheinungen bewachen die Schätze, hassen die sterblichen. Den Artefakt zu finden wird nicht leicht, soviel steht fest. Immer wieder durchforsten die Elfen nicht das richtige Gebiet. Als sie schon glauben an der richtigen Stelle zu sein entsteht ein elementarer Sturm zwischen ihnen reisst sie fast auseinander. Ein Drachenlehmgolem formt sich und versucht sie zu erschlagen. Tanyl und Aelea, vom Sturm ausser Gefecht gesetzt werden von Aenialis und Isleth getragen. Sie fliehen vor der schrecklichen Gestalt. Dank eines Heiltranks während des laufens verabreicht überlebt Tanyl. Aenialis Heilkräuter retten Aelea. Sie entkommen schliesslich dem Lehmgolem und erhalten eine kurze Ruhepause.
Als schon die letzte Hoffnung verloren scheint, entdecken sie unter dem Skelett eines uralten Blauen teile eines geschmolzenen Schatzes. darunter, halb unter Erdreich begraben ein Schriftrollenbehälter. Dieser muss es sein. Die Elfen können die Inschriften nicht lesen, aber das kribbeln am Arm und die Erscheinung.......darin muss der Artefakt liegen.

Wie können sie nun den Friedhof verlassen? Ihre magischen Fähigkeiten waren so gut wie aufgebraucht. Vor dem Eingang lauert wahrscheinlich der Drachenkult, gemeinsam mit dem Roten Drachen. Der Fluss?
Sie entscheiden sich für ein waghalsiges Manöver. Und so soll davon berichtet werden:
Aeleas Versuch einen Flugzauber zu wirken hat beim dritten mal Erfolg. Beim ersten mal heilen ihre Wunden stattdessen, beim zweiten mal verlässt sie immer wieder kurzfristig diese Ebene.
Aenialis trinkt seinen Flugtrank. Isleth schnappt sich im selben Moment die Schriftrollenhülle. Als sich das gigantische Skelett des Blauen Drachen zu bewegen beginnt sind die Helden schon unterwegs Richtung Kraterausgang. Sie haben es fast geschafft, als unzählige Drachenspukgestalten einen Wirbel um sie bilden. Sie brüllen, werfen mit ihren Odemwaffen um sich und verbreiten Angst und schrecken. Zum Glück der Helden wollen diese Wesen eher davon abhalten den Krater zu betreten als ihn zu verlassen. Vor Angst fast ohnmächtig und im Geiste schwer angeschlagen können sich die Elfen in die Hügel nördlich des Vulkans retten. Es ist bereits dunkel und sie suchen sich einen Unterschlupf.

Auch hier findet sie Riniasell. Sie hat einige Brandnarben an der rechten Seite und erzählt davon, ihre Chance genutzt zu haben, den schwer angeschlagenen Roten Torpalluvar mit dem Bogen zu erlegen. Der Drache ist tot. Hat die Waldläuferin dabei aber noch schwer verletzt.
Gemeinsam verbringen sie die Nacht unter den Bäumen.
Am nächsten Tag scheint der Drachenkult aufgebracht wie ein Ameisennest. Patroullien gehen durch die Hügel und sogar Naergoth Klingenmeister auf seinem Drachenleichnam Gorhlaokh umkreist den Brunnen der Drachen.
Die Schicksalswanderer sind sehr vorsichtig, trennen sich Riniasell mit dem Schwur ihr nach ihrer Aufgabe gegen den Kult beizustehen. Getarnt durch Sphären der Unsichtbarkeit können die Elfen den Patroullien des Kults entgehen und folgen dem magischen Kompass, geleitet durch Visionen von Tanyl zum Portal nach Evereska.
Sie betreten den Wald. Das Portal scheint nicht mehr weit. Sie gelangen an eine Stelle an der unlängst ein Blitz einen riesigen Baum zerschlagen hat. Die Gegend ist dicht bewachsen und weitere Bäume wurden beim Umfallen des toten Baumes umgerissen. Einer dieser Bäume am Abhang über den Helden beginnt sich zu bewegen. Grunzen und Brüllen. Grüne, dicke, haarige, klauenbehaftete, muskulöse Arme schieben ihn an. Trolle!........


Saturday, February 8, 2020

Die Windungen des Wurms, ein unfreiwilliger Umweg in die Finsternis, und eine unerwartete Abkürzung

48. bis 50. Tag im Feywild, plus 5 Stunden Phlegetos (Wahrscheinlich 5 Tage im Feywild)

Angeschlagen vom letzten Kampf gegen die Wyverns suchen Tanyl, Isleth, Aenialis und Oslarelar nach einem Unterschlupf für die Nacht, obwohl Aenialis sofort zur Höhle des gesuchten Untiers weiter wandern will. Er wird aber einstimmig überstimmt. Als Unterschlupf dient ein Felsüberhang. Die Elfen müssen nach dem Absturz Vertrauen in ihre Fähigkeiten haben, um in dieser surrealen Umgebung zurecht zu kommen, denn sollte dieser Überhang instabil sein, könnten sie in der Nacht zerquetscht werden.  Die Nacht verläuft bis auf allgegenwärtiges Lindwurmgebrüll und immer wieder abgehendes Geröll ruhig, und am nächsten Tag stellt sich heraus, dass der Weg bis zur Höhle weiter ist als gedacht. Ein weiterer Tag in diesem lindwurm- und magmaverseuchten Gebirge steht an. Es wird nochmals Nachtruhe gehalten, wieder ohne Zwischenfall. Am Tag darauf finden die Helden den entscheidenden Anhaltspunkt: Das Skelett eines antiken fossilen roten Drachens, welches den Eingang zur Höhle des gesuchten Wesens andeutet. Kurz darauf geraten die Elfen in die Nähe der Höhle. Sie können sie schon sehen. Doch ein Nest von 5 Lindwürmern versperrt den Weg. Geführt von Oslarelar schaffen es die Schicksalswanderer unentdeckt an dem Nest vorbei zu kommen.

Im finsteren Inneren der Höhle ist die Bestie schnell gestellt. Ein wahrhaft gigantischer Lindwurm, offensichtlich durchzogen mit Feuermagie, stellt sich den Helden entgegen. Oslarelar, noch traumatisiert von seiner letzten Begegnung mit Lindwurmgift, hält sich zurück und schießt mit seinem Bogen, während sich Isleth mit Gebrüll auf den Lindwurm stürzt und ihn zu Boden ringt, dicht gefolgt von ihrem Bruder, der dann auch prompt zum Ziel von wütenden Lindwurmattacken wird, nachdem dieser Isleth abgeworfen hat. Tanyl geht mit gezielten (und weniger gezielten) Kälte-Zaubersprüchen gegen das Wesen vor, und gerade als Oslarelar seine Angst überwindet und sich auch in den Nahkampf werfen will, wird der niederträchtige Wyrm von meisterhaften Schlägen Aenialis eines seiner Flügel beraubt und aufgeschlitzt, was Tanyl prompt nutzt um der Bestie eine Flaming Sphere in die Eingeweide zu stopfen, die noch dazu mittels einer Rod zu für das Wesen tödlichen Kälteschaden gewandelt wurde. Unter kakophonischem Geschrei vergeht der Lindwurm.

Doch statt Sieg und einem zu plündernden Hort erhalten die Helden eine böse Überraschung. Das Wesen kollabiert in sich selbst und ein Strudel öffnet sich, der Oslarelar, Isleth und Aenialis prompt einsaugt. Tanyl hat noch genug Zeit zu erkennen dass der Lindwurm ein Portalschlüssel war, bevor auch er in den Mahlstrom gezogen wird. Auf der anderen Seite finden sich die Helden an einem kalten, finsteren Ort wieder, bedrängt von mit Ketten behangenen Gestalten in einem mit Ketten behangenen Raum voller drehender Säulen die von lebenden Ketten und Hautfetzen umschlungen werden. Die Helden erkennen ein Muster. Die Wesen (von Tanyl und dem verdächtig teufelskundigen Oslarelar als Kettenteufel, Vestrac Evangelisten, identifiziert) mokieren sich über die am Boden (oder im Fall von Tanyl in Ketten) liegenden Elfen und wundern sich, warum es keine Drow sind. Ungeachtet dieser und anderer Kommentare, welche es nahe liegen lassen, dass die Schicksalswanderer von ihrem Auftraggeber hinters Licht geführt wurden, gehen die Elfen zum Angriff über, und den Teufeln vergeht schnell das Lachen. Aenialis wütet mit rechtschaffenem Zorn unter den Kreaturen, Isleth an seiner Seite, während Oslarelar zuerst einen am Boden liegenden Teufel in den wahren Tod befördert, bevor er erfolglos versucht, den mit verheerenden Sprüchen um sich werfenden Tanyl aus seinen Ketten zu befreien, bis dieser ihm dank überragender Geistesfähigkeit mitteilt wie die Ketten ausgeschaltet werden können.

Die Helden sammeln sich nach diesem Kampf. Beim Durchsuchen des Raumes wird leider schnell Gewissheit was sie befürchteten: Sie befinden sich in den neun Höllen, wahrscheinlich in Phlegetos, und haben keine offensichtliche Möglichkeit zurück ins Feywild zu finden. Das Portal ist zwar noch offen, aber es besteht keine Möglichkeit hindurch zu kommen. Einiges Überlegen fördert zu Tage, dass ein Schlüssel für das Portal gebraucht wird, vermutlich das gesuchte Amulett, und dass dieses innerhalb einer Meile des Portals zu finden sein würde. So wird die infernalische Feste erkundet. Vorbei an mehreren Haufen animierter Ketten, welche alle vom ansässigen Rogue beiseite geschafft werden (teils durch Geschick, teils durch Können, und einmal mittels furchtbarer Flötenmusik), findet die kleine Gruppe einen Raum mit Fächern wie in einem Leichenschauhaus und einem Holzthron in der Mitte. Prompt werden sie beim Eintreten von Visionen schrecklicher Folter, gerichtet gegen die dem Helden jeweils wichtigste Person, heimgesucht. Sie erleben eine grausige Szene (Die Toten erwachen und versuchen sie zu zerreißen, während die liebste Person von den Ketten zerdrückt und aufgeschlitzt wird). Oslarelar schafft es seine Schwester zu retten, während die anderen sichtlich gebeutelt aus dem Raum taumeln. Es wird beschlossen hier nie wieder hineinzugehen.

Nach einigen Biegungen finden die Helden den Haupteingang in den Komplex und sehen nicht nur eine beeindruckende Aussicht auf die Ebene von Phlegetos (komplett mit fliegenden Teufeln, sogar einige Erinyen dabei) sondern auch einen Strudel welcher eine Ebene tiefer geführt hätte, welchen sie gerade noch vermeiden. Außerdem sehen die Helden, dass der hintere Teil der Feste ein riesiger Kokon aus Ranken, Ketten, Fleisch und Knochen ist, was ihre Neugierde weckt. Zurück in der Feste wird die andere Abzweigung genommen, und auf dem Weg zum Knochenkokon stellen sich die Helden einem bodenlosen Gang, wo Ketten scheinbar aus der blanken Wand wachsen. Einige dieser Ketten greifen sogar an, doch geführt von ihrem an finstere Katakomben gewöhnten Cousin (beliebigen Grades) finden sie einen weiteren Gang, der parallel zu der Kletterhalle verläuft.

Hier findet sich in einem kleinen Raum mit vier Obelisken ein grausiges Geheimnis. Getarnt von einer Illusion schläft hier in einem Sarg voller Blut ein untoter Kettenteufel, welcher zu allem Überfluss auch noch ein "Geistvampir" ist und versucht den Helden die psychische Energie auszusaugen. Oslarelar hat sogar einmal etwas über ihn gelesen, Houvaang. Seine Aura des Graues setzt Isleth und Oslarelar ziemlich zu, doch Tanyl beschwört mit überragendem Erfolg heiliges Licht, Aenialis ruft die Sommerkönigin an und fügt dem Wesen erste Wunden zu. So beflügelt beweist Isleth wieder, dass sie bereit ist mit jedem Gegner zu ringen, bevor Oslarelar das Wesen mit einigen gezielten Schwertstößen zurück in seinen Sarg treibt, wo es vom silbernen Zweihandschwert des Champions der Sommerkönigin endgültig vernichtet wird. Aber auch hier findet sich die Kette nicht, auch nicht nachdem der Sarg des Wesens gründlich durchsucht wird, wobei Tanyl fast einen Arm an nekrotische Energien verliert, was er aber mit einigen Zaubern wieder richtet. Immerhin finden sie eine magische Flammenrune.

Schließlich erreichen die Helden den Kokon, und während sie sich noch um die nekrotischen und karnivoren Ranken an dessen Rand sorgen, erscheinen nicht nur zwei weitere Kettenteufel, sondern ihr Meister offenbart sich in Form eines mächtigen Knochenteufels namens Velstrarrture, welcher die schon recht angeschlagene Gruppe bittet näherzukommen. Im Gespräch mit dem Wesen wird einiges klar. Effrien war nicht der, der er vorgab zu sein, sondern Jarlaxle Baenre, jüngster Spross des mächtigsten Hauses von Menzoberranzan, und ein notorischer Rebell unter den Drow. Das Amulett, welches der Teufel nach langer Knechtschaft den Drow entrissen hatte, hat die einmalige Eigenschaft, Drow, und vor allem weibliche Drow, abzuwehren. Verraten vom eigenen Auftraggeber. Das Geld wirkte einfach zu gut. Mit einigem Zögern treten die Helden nun in Verhandlungen mit den Teufeln, einerseits weil ein Kampf für beide Seiten äußerst gefährlich wirkt, aber auch angesichts der Ungewissheit ob ihr unfreiwilliges Verlassen des Feywilds die auf ihnen liegende Zeitmagie nicht durcheinander gebracht hätte. Sie überlegen lange. Es gibt viel zu bedenken. Am Ende sehen sie jedoch nur einen Weg

Das Ringen um den Vertrag ist zäh, und viele Alternativen werden gewälzt (der Teufel schreibt sehr schnell und geübt, sein Fachjargon ist beängstigend), aber dank dem religiösen Wissen von Aenialis, dem Wissen um Verträge von Tanyl, und dem Verhandlungsgeschick von Oslarelar gelingt es den Helden dem Teufel einen Vertrag unterzujubeln welcher zumindest nach ihrem besten Wissen nur Vorteile für die Schicksalswanderer birgt. Nicht nur willigt das Wesen ein die Helden auf die materielle Ebene zum Well of Dragons zu teleportieren ohne eine Seele einzufordern, sie dürfen auch das Amulett begutachten um bei einer zukünftigen Gelegenheit dem hinterhältigen Jarlaxle eine Dosis seiner eigenen Medizin in Form einer Fälschung unterzujubeln.

So wird dieser Vertrag mit Blut unterzeichnet, denn der Feind meines Feindes kann zumindest kurz mein Verbündeter sein. Mit einem Tosen verschwindet das Bild der neun Höllen vor den Helden, kurz erfahren sie wieder ein Gefühl von Schwerelosigkeit, und als sie ihre Augen wieder öffnen...

Tuesday, February 4, 2020

Die Lindwurmspitzen

45. bis 48. Tag im Feywild

Aelea hat sich verändert in Theskaldera. Ihre Nahtoderfahrung beim verlorenen Kampf gegen die Chimäre, als Aufgabe des Kartenartefakts, haben sie geprägt. Sie hat diese Prüfung ihres Gottes, Mythrien Sarath, nicht bestanden. Zuerst war sie darnieder, innerlich leer. Doch nun sieht sie die wahre Bedeutung der Prüfung: ihr Glaube an Mythrien! Entschlossen stärkt sie ihr Vertrauen in ihn, und Mythrien erhört ihre Gebete.
Noch bevor die Elfenhelden Theskaldera verlassen werden sie von einem der Elfenbegleiter von Effrien aufgehalten. Er hat eine Truhe mit Schätzen dabei. Effrien hat für jeden Helden einen ganz speziellen magischen Gegenstand. Er hat anscheinend nicht nur sehr viel Gold, sondern auch einiges an Informationen über die Elfen. Somit hat er den Wanderern auf einen Schlag vier Fünftel der ausgemachten Summe im voraus bezahlt.
Nicht lange im Wald und die Elfen bemerken, dass sie verfolgt werden. Mehrmals versuchen sie einen Hinterhalt auszulegen, doch vergebens. Nach langem Hin und Her zeigt sich der Lange Dunab. Er schlägt den Elfen einen Handel vor. Eine Fälschung eines Elfenwerks soll Ecilia als echt verkauft werden. Damit möchte Dunab sicherstellen, dass sie nicht noch mehr Zeit und Ressourcen der Gilde nach der Jagd des Ur-Eulenbären verschwendet. Er bietet viele Informationen dafür. Die Wanderer lehnen ab und setzen sich dadurch einer Schimpftirade von Dunab aus.
Noch am selben Tag werden die Schicksalswanderer von weiteren Zyklopen aufgelauert. Darunter ein Fluchspeier und ein muskelbepackter Anführer. Oslarelar erblindet durch einen Fluch und beschließt, sich in einer tiefen Grube zu verstecken. Auch Aenialis wird vom Muskelzyklopen in diese verfrachtet. Der Kampf beinhaltet viele Wendungen, doch die Elfen erschlagen die einäugigen Riesen.
Aelea schmerzt kurz darauf ihr Herz und sie erinnert sich visionsartig an rote, flammende Augen nach dem Ziehen einer der Karten von "Deck of Many Things". Und da tauchen sie auf, noch bevor die Helden die Zyklopenleichen fertig durchsucht haben: die flammenden Augen eines Efreeti. Sein Krummsäbel und seine Flammen setzen den Elfen schwer zu. Warum haben es alle auf Elfen abgesehen?
Am Ende flieht der Efreeti und verschwindet in Rauch und Flammen. Doch er wird wieder kommen. Es scheint, als hätte er sie nur ausgetestet um mehr über sie in Erfahrung zu bringen. Aelea fühlt sich schuld an dem Unheil. Hätte sie der Gier widerstanden und das teuflische Kartenartefakt verweigert, wären ihre Gefährten nicht in diese Gefahr gekommen. Sie betet zu Mythrien Sarath, und die Wunden ihrer Mitstreiter schließen sich.
Da die Elfen diesmal ohne die meisterhafte Führung von Thass-Altea auskommen müssen, schaffen sie es, trotz der Karte, sich zu verlaufen.
Die nächsten drei Tage irren sie durch den Wald und nähern sich schließlich den Lindwurmspitzen von einer ganz anderen Seite. Von Südosten?
Die Berge sind verzogen, wie eine Art von Riesenzähnen. Manchmal sieht man Magmaströme, an anderen Stellen fließt Wasser in den Himmel. Aber eines ist überall gleich: Lindwürmer und Draken fliegen in Scharen dort herum.
Aenialis führt sie durch die Berge. Er hat am besten von Thass-Altea gelernt...
(Nach Nature 1 und Survival 1 in einem Streich).
Als die Schicksalswanderer an einem 200 Fuß hohen Überhang aneinander geseilt entlang klettern, brechen plötzlich Felsen aus dem Gestein und alle stürzen ab. Vieles passiert gleichzeitig: Tanyl versucht mit seinen Flügeln den Fall der gesamten Seilschaft abzubremsen. Oslarelar benutzt seine magischen Stiefel. Isleth kann sich hin und wieder am Gestein anklammern und den Fall bremsen.
Sie schlagen tief unten auf und wie durch ein Wunder (oder die unglaublichen Fähigkeiten eines jeden einzelnen) überleben sie den Fall. Doch leider freuen sich zwei Lindwürmer über so schön bereitgestelltes Futter. Tanyl wird noch in der Luft von einem verschleppt. Oslarelar, Aenialis und Isleth bekämpfen ein verschwimmendes, lichtbrechendes Ungetüm von Lindwurm. Der Stachel kostet Oslarelar fast das Leben. Das Gift lässt ihn kotzen, sein Herz flimmert und seine Muskeln krampfen.
Vereint beten Tanyl, Aenialis und einmal auch Aelea um seine Genesung, Isleth sucht ihre Heiltränke und Gegengifte. Nichts scheint zu helfen. Immer wieder erschlafft der Körper von Oslarelar...
Doch dann kommt ein tiefer Atemzug. Oslarelar ist zurück. Sein Körper scheint mehr aushalten zu können als es den Anschein macht.
Da sitzen sie. Irgendwo im Gebirge, ohne zu wissen wo genau. Über ihnen die Lindwürmer.

Tuesday, December 31, 2019

Theskaldera

37. bis 45. Tag im Feywild

Die Schicksalswanderer entschließen sich in der bereits bekannten und nicht all zu weit entfernten Elfenhöhle zu übernachten, bevor sie in Richtung der Feenstadt Theskaldera aufbrechen. Dort angekommen werden sie freudig von ihrem Bekannten, dem Pixie Emiskyi, begrüßt.
"Hallo meine Freunde! Was für eine Freude euch zu sehen! Ihr habt es tatsächlich geschafft, der Phaerimm ist tot. Unglaublich, ich hatte es euch schon zugetraut, aber dass ihr es tatsächlich schafft... danke dass ihr gleich wie vereinbart hier her gekommen seid..."
Sein Redeschwall kennt vor Übermut kaum Grenzen, aber sie freuen sich ihn zu sehen. Dass sie einen Treffpunkt vereinbart hatten, das hatten sie bereits vollkommen vergessen, aber das verschweigen sie ihm jetzt lieber.
Als Dank für die Vernichtung des Phaerimm gibt Emiskyi seinen Freunden eine auf eine gelbliche Tierhaut geschriebene Ritualsformel für verbessertes Pflanzenwachstum.
Am 38. TiF brechen die Schicksalswanderer ausgeruht auf. Sie begegnen zwei vollkommen nackten Elfen, männlich und weiblich. Das erklärt auch die Fußsspuren, die sie einige Tage zuvor entdeckt hatten.
Die Elfen scheinen ihre Nacktheit vollkommen normal zu empfinden. Nicht nur das, sie nutzen sie auch um lüsterne Andeutungen zu machen. Im Gespräch stellt sich heraus, dass die Elfen zu einem Fest wollen, und laden die Schicksalswanderer ein. Ihre Andeutungen machen klar, dass es sich um ein sexuell freigiebiges Fest handelt, bei dem auch Pixies involviert sein werden. Pflichtbewusst lehnen die Schicksalswanderer das Angebot ab, sie haben wichtigeres zu tun. Die Rettung Evereskas kann nicht für fleischliche Gelüste aufgeschoben werden!
Nach einer ruhigen Nacht entdecken sie am folgenden Tag Spuren von etwa drei Zyklopen. Diese bösen, fast sadistischen Wesen sind keineswegs dumm, daher entscheiden sie sich für ein vorsichtiges Vorgehen. Sie verfolgen die Spuren, die ohnehin etwa in die Richtung der Feenstadt führen, und entdecken zuerst aufgehängte, tote aber wundersame Tiere, die scheinbar eine Grenze zu ihrem Territorium markieren sollen, und später auch ihr Lager. Das Sonderbare an den Tieren ist, dass sie nicht gewöhnlich aussehen, sondern beispielsweise Hasen sind, die Eichhörnchenschwänze tragen. Wundersam oder nicht, Thass Alteas Codex erfordert es, diese unnötigen Tiertode - die Grenze hätte man auch anders markieren können - zu vergelten. Die nichtsahnenden vier Zyklopen stehen rund um die Leiche eines außergewöhnlichen, aber bereits madigen Hirsches, als Aelea sie in einen Feuerball einhüllt. Der Kampf beginnt, und es dauert nicht lange, bis viel Zyklopenleichen den Boden besudeln und einer ihrer Köpfe als Mahnung aufgespießt wird. Einer wollte noch fliehen und rief laut um Hilfe, also ist anzunehmen, dass sich weitere in der Nähe befinden könnten. Ihnen soll der aufgespießte Kopf eine Drohung sein.

Als die Elfen und Halbelfen am 40. TiF nur noch eine viertel Wegstunde von der Feenstadt entfernt sind, legt sich ein Schatten über ihren Weg. Eigentlich mehrere Schatten, nämlich jene von acht Hobgoblins, darunter ihr Anführer Turgush. Die Kämpfer sehen erfahren aus, und die Elfen wissen, dass sie mit ihrer Schildwall-Kampfformation nicht nur für Nahkampfangriffe schwer zu durchbrechen sind, sondern sogar Zaubern wie Feuerbällen widerstehen können.
"Ah! Was machen die hässlichen Halbelfen und Elfen hier? Ihr wollt wohl in die Feenstadt. Tja, dort gibt es nichts für euch Kreaturen. Dreht wieder um und geht."
"Von dir lassen wir uns nichts befehlen." entgegnet Aelea.
"Ach so? Dann kommt doch, und wir brechen euch eure dünnen Ärmchen." lautet die gehässige Antwort von Turgush.
"Nicht, wenn ich dir zuerst deine breche!" platzt es aus Oslarelar heraus.
Es werden einige Beleidigungen ausgetauscht, ehe Aenialis sich zu Wort meldet.
"Warum belegen wir den Streit nicht mit einem Zweikampf? Nur du, Turgush, als Vertreter des Winterhofs, gegen mich als Streiter des Sommerhofs!"
"Ich, Winterhof? Nein, aber wirklich nicht" lügt Turgush. "Und nein, kein Zweikampf, das brauchen wir nicht, ihr stinkenden Elfen!"
Schließlich schaltet sich Thass Altea ein. Er versucht, den Streit diplomatisch zu lösen und deutet dabei auch an, dass wir eine wichtige, geheime Aufgabe haben. Turgush scheint nicht überrascht, aber erstaunt über die offenen Worte. Er bietet, unter Verteilung weiterer Beleidigungen, an, dass die Elfen für 40 Goldmünzen passieren dürfen.
Sie beraten sich kurz und bezahlen schließlich die Goldstücke. Manchmal ist es klüger, nachzugeben. Vorerst.
Theskaldera ist überwältigend. Wohin das Auge reicht erblicken sie fantastische Lebewesen, Gebäude und  Gebilde und gar supernatürliche Erscheinungen. Die Anwesenheit von Eladrin, alte anmutige Hochelfen, heben Aeleas Stimmung merklich. Sseit ihrem Nahtoderlebnis im verlorenen Kampf gegen die Chimäre hatte sie sich bisher kaum erholt, doch diese edlen Gestalten vermögen in ihr offensichtlich durch ihre bloße Anwesenheit Glücksgefühle zu vermitteln.
Die Gebäude reichen von riesigen Pilzen über Bäume bis hin zu scheinbar normalen Häusern, doch feen-fantastisch. An manchen Orten tobt ein heftiger Schneesturm, und gleich daneben herrscht wundervoller Sonnenschein. Die Wesen der verschiedenen Ebenen, Pixies, Satyre und noch viele mehr, treiben hier regen Handel. Die Schicksalswanderer erkundigen sich, trotz des fortgeschrittenen Abends, noch einige Stunden über die Gepflogenheiten der Stadt, ehe sie sich in einem Elfengasthaus zur Ruhe begeben.
Die folgenden vier Tage nutzen sie teils recht individuell. Aelea fertigt für Aenialis eine magische Rüstung an, während Thass Altea sein Schwert magisch verstärken lässt und als Gegenleistung im Tempel dient.
Oslarelar erlebt währenddessen ein wahrlich witziges Abenteuer mit Gnomen. Leider scheitert sein Versuch, als arkan Unwissender Informationen über ein angeblich besonderes Geheimnis, den Ur-Eulenbären, herauszufinden. Im Gegenzug für dieses Wissen hätte ihm eine Vereinigung von verrückten Gnomenalchemisten Wissen über den Drachenbrunnen gegeben. Enttäuscht aber belustigt über sein vorhersehbares Scheitern verraten sie ihm zumindest, dass es einen Baum in etwa einer Stunde Entfernung von Theskaldera gibt, welcher eine Teleportation nahe des Drachenbrunnens erlaubt. Immerhin etwas! Oslarelar erhält ein seltsames Tumorartiges Gewächs auf seiner Schulter, welches er sich danach schnell von Joladi Hupps, Leiter der Fakultät der Alchemisten, entfernen lässt (es hätte ein dritter Arm, zweiter Kopf, Auge, oder was auch immer weden können).
Aelea gerät bei der Suche nach Entfluchung an den Elfen Effrien Golorian. Dieser reiche Adelige bietet ihr sage und schreibe fünf tausend Goldmünzen, wenn sie ihm einen besonderen magischen Gegenstand von hohem Wert aus den Fängen eines Lindwurms zurück bringt. Dieser habe den Gegenstand gestohlen und dabei auch die Schwester Effriens getötet. Aelea bespricht das Angebot mit den anderen Elfen. Sie willigen ein, nur noch Gold sehend. Effrien bezahlt vorab für die Fluchbannung von Aelea, und am 45. Tag im Feywild brechen sie auf, um ihre bislang lukrativste Mission zu beginnen.

Sunday, October 27, 2019

Das Kartendeck und der Amorphe Wahnsinnige

29. Tag im Feywild

Barbatol bleibt über Nacht bei den Helden um ihnen einen erholsamen Schlaf gewährleisten zu können. Allerdings wacht Tanyl kurz vor der Dämmerung auf und hört gerade noch den, scheinbar mit sich selbst flüsternden, Riesen im Wald verschwinden. "Was möchtest du? Glitsch und Knete...." Sofort werden die anderen geweckt und die Elfen rufen nach Barbatol. Dieser erzählt von einer Stimme (die Elfen können sie nicht hören). Sie erzählt von der wahren Macht der Natur. Sie ruft ihn. Sie ist ganz nach. Gleich da hinten.....
Die Schicksalswanderer folgen und gelangen nach kurzer Zeit zu einem Höhleneingang. Dieser ist mit Runen eingekleidet und eine Art Schleim bildet eine Barriere zum Eingang. Sie entschliessen sich erst nach dem ausruhen ihr Glück zu versuchen. Ein kleiner Abstecher wird das Geas hoffentlich nicht auslösen.
Nachdem die Helden von einer ganzen Herde Hunde grosser hellbrauner bis grünlicher Hasen geweckt wird die an ihrem Zeug knabbern, entschliesst sich Barbatol sie zu verlassen, und Tanyl sich dazu am Kartendeck des Schicksals zu ziehen. Die Gruppe hatte seltsamer Weise vergessen das es sich in ihrem Besitz befindet. Angespannt verteilen sich Thass-Altea mit ihrem Tiger, Aelea und Aenialis (der versucht hatte, Tanyl davon abzubringen, vergebens).
Die erste Karte war die Flammenkarte. In dem Moment als Aelea diese Karte wiedererkannte, und Tanyl sich aus einer dritten Person sah, sprang auch schon ein Nashorn grosser, blättriger Säbelzahntiger aus dem Gebüsch und versuchte Tanyl die Eingeweide zu entwenden. Schon nach kurzer Zeit merkte Tanyl, als er von dem Wesen auf den Boden gepresst wurde, Rüstung durchlöchert und durch eine schwere Halswunde blutend, dass er es nicht alleine mit dem Wesen aufnehmen konnte. Die Anderen eilten zu Hilfe. Umkreist von den Helden, schaffte der Smilodon es noch dem Halbengel schlaff unter sich zu begraben. Schwer angeschlagen, mit der Vermutung Tanyl sei tot, floh das Wesen in den Wald zurück. Tanyl konnte dank der Heilkünste Tiandras gerettet werden.
Die Zweite Karte zeigte einen VOLLMOND....... 4 Wünsche für Tanyl. Der erste sollte die Helden nach der Höhle automatisch zur Sahanul befördern. Die anderen 3 Wünsche sollten zeigen, das der Einfallsreichtum Tanyls keine Grenzen kennt. "Ich wünsche mir Macht". "Ich möchte einen Unsichtbarkeitsumhang" und "Ich well einen Zauberstecken der meine Zauber an Kraft maximiert".
Tatsächlich steht er plötzlich mit einem wunderhübschen Umhang da, der ihn Unsichtbar werden lässt. Auch sein Zauberstecken kann einmal am Tag seine Zauber in ihrer Wirkung maximieren und Tanyl knistert nur so vor gewonnener Macht. Die Helden staunen.
Als sich Tanyl bewegt bimmelt er leise, wie von kleinen Glöckchen. Dabei zu schleichen scheint sehr schwierig.....
Nun stellen sich die Schicksalswanderer der Höhle. Dieser Schleim scheint eine Art Barriere, aber auch ein beschworenes Wesen zu sein. Die Runen sind Stärkungsrunen der Barriere und halten das Wesen, eine Art Schutzmechanismus. Sie erzählen aber auch auf druidisch kurz von einem Gnomendruiden, der aus Theskaldera verstossen wurde, die wahre Macht der Natur im amorphen sah, und sich mit Anhängern umgeben hat, welche ihn am Ende hier begraben haben. Nach vielen Versuchen, den Schleim vom Eingang wegzubekommen (das mussten die Helden bitter mit Kälte und negativer Energie büssen) konnte Aelea mit ihrer "magischen Fingerfertigkeit" den Schleim knacken.

Danach eine dunkle Labyrinthartige Gruft. Gleich zu beginn löste sich ein Fluch, der Aelea bis heute schwächt.
Dank Thass-Altea und ihrer Ancient Progression....Ancient Vengance....nein..... Ageless Patience, führte er sie an einer hinterhältigen Rutschfalle vorbei (man sah einen Tiger 35ft. an der Seitenwand entlang hinunterklettern). Unten die ersten Mutationen. sporenwerfende Schlammhaufen die den Tierfreund von Thass Altea beinahe das leben gekostet hätten. Die Sporen machten den Helden schwer zu schaffen. Doch dank Feuerbällen und Aenialis schützendem Körper konnte die Gefahr um einen unterirdischen Sumpf gebannt werden.
Thass-Altea erkannte auch elektrische Druckplatten, welche die Helden mit teilweise 8 Metersprüngen übertauchten, eine alte Felsgnomenfalle welche Aenialis mit seinem Schwert zerbarst (in Wahrheit wurde er fast überrollt und schlug danach den Fels in zwei Teile). Sie fanden unzählige Schätze. Gold, Silber, Runensteine, Schriftrollen, Zauberstecken, Tränke und vieles mehr. gehalten von grauslichen Schleimartigen Vorrichtungen (anscheinend durch fehlgeschlagene Rituale veränderte Tiere, Gnome und Pflanzen).

Erwähnung soll aber noch die Sargkammer des Gnomen Rioldio finden. Ein fast epischer Kampf mit schwarzem Pudding und anderem braunen Schleim. Diese teilten sich, schienen immun gegen viele Waffen der Helden. Besiegt wurden sie mit Faust, telekinetisch geworfenen Steinen, Flamme und der alchemischen Fackel des wahnsinnigen Goblinalchemisten.
Am Ende ausgelaugt, nur noch mit einem Funken an magischer Kraft, brachen die Schicksalswanderer auf, um aus dieser Höhle zu entkommen.

Monday, September 23, 2019

Die Schicksalswanderer stehen am Scheideweg!

19. bis 21. Tag im Feywild

Die Elfen durchforsten die Gärten der Gräber weiter. Untote Gruftschrecken überfallen sie in der Nacht.
Die Gemäuer rund um sie herum bergen viele Geheimnisse und den seltsamsten Feenschabernack. Eine alte Schutzvorrichtung der Feen bringt für Molostroi fast seinen "spielerischen" Untergang. Illusionen und Gehirnmanipulationen machen ihnen zu schaffen.
Am Ende können die Helden das Rätsel der Sonnenuhr, in einem geheimen Raum mit schwarzem Feuerstab, lösen. Sie finden zwei weitere Schlüssel: einen in einer Kiste in einem verstecktem Raum, den anderen viel zu auffällig in einer Wasserlacke, die zwei Wasserelementare herbeibeschwört, welche vernichtet werden müssen. Danach können sie, nach einer weiteren Rast, mit allen drei Schlüsseln das Tor im Nordosten öffnen...
Dahinter befindet sich ein runder Raum mit einer halbkugelförmigen Decke. Auf den ersten Blick sehen sie eine enorme Menge an verschiedensten Schätzen, sowie eine seltsame Kreatur. Untot, aber nicht aggressiv begrüßt sie der Ur-Gnom Jelgamiel. Nach einem kurzen Gespräch eröffnet er ihnen, dass sie die Schätze mit sich nehmen können, um damit Gutes zu tun.
"Nehmt sie. Doch nur ein mächtiges Artefakt ist an mich gebunden..." Jelgamiel zieht den Stapel des Schicksals aus seiner immateriellen Kleidung.
Die Schicksalswanderer blicken sich unsicher an. Sie benötigen das mächtige Artefakt als Bezahlung für die Dienste der Sahanul. Schließlich haben sie sich dafür auch freiwillig mit einem Geas belegen lassen, der ansonsten ungut werden würde. Aelea eröffnet Jelgamiel schließlich, dass sie den Stapel benötigen. Isleth springt sofort wortgewandt zur Seite und beginnt eine Verhandlung mit Jelgamiel. An deren Ende steht das Angebot, den Stapel des Schicksals zu erhalten, dafür alle anderen Schätze hier zu lassen. Die Elfen und Halbelfen willigen ein.
"Doch seid gewarnt: Wenn ihr den Stapel benutzt, ohne zu wissen wie, wird euch schreckliches widerfahren!" Ein etwas hinterlistiger Trick, das Artefakt ohne Benutzungsanweisung einzutauschen, und die Notwendigkeit dieser erst im Nachhinein zu offenbaren, aber die Elfen bleiben ruhig. Aelea offeriert Jelgamiel einen ihrer Zauberstecken, der eine Wand aus Hornissen erschaffen kann. Jelgamiel ist zufrieden und nimmt den Stecken, im Austausch erhalten die Schicksalswanderer die zum Stapel des Schicksals gehörige Schatulle und die Anweisungen, wie der Stapel zu benutzen ist. Einerseits kann jede Person nur einmal in ihrem Leben von dem Stapel ziehen. Andererseits können dabei mehrere Karten gezogen werden, wobei die Anzahl der zu ziehenden Karten frei wählbar ist, aber bereits vor Ziehung der ersten Karte festgelegt sein muss.
Die Schicksalswanderer verabschieden sich standesgemäß von dem untoten Ur-Gnom und begeben sich an den ihnen vertrautesten Ort in den Gärten der Gräber: dem Raum mit der Sonnenuhr. Dort beginnt es...

Der Stapel des Schicksals
Die Schicksalswanderer ziehen ...
Isleth macht den Anfang. Sie hebt vom Kartenstapel ab, erblickt ihre Karte und ihre Augen werden groß! Plötzlich kippt sie um, wie vom Blitz getroffen. Ihre Gefährten untersuchen sie und merken, dass sie wohl einige Zeit lang ihr Bewusstsein nicht wieder erlangen wird, aber danach ohne Schaden erwachen wird.
Aelea wagt sich als nächste. Ihr Gott Mythrien Sarath schickt ihr ein Zeichen in Form des dreifach verschlungenen Silberrings, den sie symbolisch für ihn trägt. Daher will sie drei Karten ziehen. Sie hebt das erste Mal ab, erblickt die Karte. Ihr Stirnband beginnt zu schimmern! Auch einige ihrer magischen Zauberstecken glühen kurz auf, ebenso ihr Ring der Zauberkunst und die Zauberschutzarmschienen. Dann auf einmal werden die Dinge blasser, bis sie nach einigen Sekunden verschwunden sind. Alle.
Aelea hält das Vertrauen in ihren Gott und hebt ein zweites Mal ab. Als sie die Karte ansieht, überkommt sie ein ungutes Gefühl, das sie zuerst nicht zuordnen kann, aber sonst passiert momentan nichts. Schließlich hebt sie das dritte Mal ab. Als ihre Blicke die Karte treffen fühlt sie sofort deutlich, dass ihr und den Schicksalswanderern eine große Chance bevor steht: Sollte Aelea den nächsten Gegner alleine bezwingen können, wird sie - oder womöglich die gesamten Schicksalswanderer - einen großen Schritt nach vorne machen (in Form eines Stufenaufstiegs).
Molostroi, Aeleas Bruder, zieht als nächster. Seine erste Karte beschert den Amarth'Rhandir gleich Unfassbares! Molostroi fühlt eine gigantische Welle an Erfahrung in sich aufkommen. Kurz ist ihm unklar, wie er mit dieser schier unbändigen Gewalt zurechtkommen soll. Doch dann erschließt sich die simple Lösung, und die Erfahrung verteilt sich gleichmäßig auf die Gefährten (in Form eines Stufenaufstiegs).
Beschwingt durch diesen immensen Fortschritt zur Stärkung der Schicksalswanderer im Kampf um Evereska und gegen die Phaerimm zieht Molostroi die zweite Karte. Einige seiner Kleidungsstücke leuchten plötzlich auf. Oh nein - sollten sie ebenso verschwinden wie Aeleas gesamte magische Ausrüstung? Die Gegenstände flackern kurz, und - verschwinden, aber nicht alle! Beinahe nackt steht Molostroi da: ohne Gold, ohne Beinkleider, ohne Rucksack. "Lediglich" seine magischen Gegenstände sind ihm geblieben, alles nichtmagische ist verschwunden.
Ein drittes Mal fordert Molostroi das Glück heraus, da er sich zu Beginn so entschieden hatte. Seine Miene verfinstert sich, als er die Karte begreift. Mit einem Fauchen und Schwefelgeruch erscheint ein Dread Wraith.
Wenige Sekunden später liegt Molostroi tot und ausgezehrt auf dem Boden.
Machtlos schreitet der nächste Mutig-Wahnsinnige der Schicksalswanderer vorbei an Molostrois Leiche zum Kartenstapel. Thass Altea zieht eine Karte, und fühlt seine Willens- und Körperkraft und Reflexe geschwächt. Er zieht die zweite Karte, und seine Augen werden groß! Drei Wünsche stehen ihm frei, und er hat einige Minuten Zeit, sich diese zu überlegen.
In der Zwischenzeit hebt Aenialis vom Kartenstapel ab. Die erste Karte beschert ihm eine Veränderung seiner Vergangenheit oder Zukunft, die er sich jederzeit zurecht legen kann und derzeit noch aufspart. Die zweite Karte jedoch gibt ihm nur ein ungutes Gefühl ... vorerst.
Entschieden schreitet Thass Altea schließlich zu Molostrois Leiche, schließt die Augen, und kurz darauf erhebt sich der tote Elf wieder zu neuem Leben, als wäre nichts geschehen. Thass Altea nickt ihm zu, schließt ein weiteres Mal seine Augen, und kurz darauf scheint seine Rüstung vor neu gewonnener Muskelmasse fast zu platzen.

Die Schicksalswanderer stehen vor einer schweren Entscheidung
Nun stehen sie in der Ruine der Gärten der Gräber, neben ihnen die alte Sonnenuhr. Etwas hat sich verändert. Irgendetwas ist anders.
Dank der Herausforderungen und dem Stapel des Schicksals sind sie an viel Erfahrung reicher, die Ereignisse im Garten der Gräber haben schwer sie geprägt.
Aelea und Aenialis stehen im Auge des Sturms. Sie wissen, zwei anderweltliche Wesen sind nach dem ziehen der Flammenkarte auf sie aufmerksam geworden und hegen entweder großen Groll auf sie, wollen sie direkt vernichten, oder der gesamten Gruppe den weiteren Weg erschweren.
Aelea konnte in ihrer Karte Flammen und rotes Fleisch erkennen.
Aenialis den Geruch von Moder, sowie Spinnseide und den Hauch von Vergeltung.
Wie können sie nach diesen Ereignissen ihre Queste noch erfolgreich abschließen? Ist Evereska noch zu retten?

Aenialis & Aelea

Friday, August 30, 2019

Gärten der Gräber

18. bis 19. Tag im Feywild

Unsicher, ob sie sich nicht doch noch vorher ausrasten hätten sollen, betreten Tanyl, Os, Aenialis und Aelea die Höhle, an deren Ende sich die Gärten der Gräber befinden sollen. Zuvor hat Os die Höhle heimlich ausgekundschaftet, nachdem Stimmen zu hören waren. Nach Os' Beschreibung war sich Aelea ziemlich sicher, dass es sich um Dunkelzwerge handeln müsste. Tanyl wirft noch begeistert einige Steine in die Höhle, bevor sich alle entschließen, sie einfach zu betreten.
Schnell stellt sich heraus, dass es sich um Rotkappen handelt, drei an der Zahl. Diese bösen Wesen sind nicht zu unterschätzen, gerne quälen sie ihre Opfer, bevor sie sie mit ihren Sensen enthaupten, um anschließend ihre Kappen in deren Blut zu tränken.
Die Rotkappen geben sich spielerisch und hochnäsig und beraten unverhohlen, ob sie uns gleich aufschlitzen sollen. Os und Tanyl versuchen sich verbal mit ihnen zu messen, bevor schließlich eine der Rotkappen beginnt eine Geschichte zu erzählen. Diese endet mit einem Rätsel:
"Meine Tasche ist leer, und dennoch ist etwas in ihr. Was?"
Die Schicksalswanderer wollen schon "Nichts!" antworten, als Os eine Eingebung hat. "Ein Loch!" antwortet er, und grinsend fährt die Rotkappe mit ihrer Geschichte fort.
Des Königs Narr lockt den König und 7 seiner Leute in eine Falle, indem er sie mit Teer und Filz als Girallons verkleidet. Anschließend verbrennt er die acht mit einer Fackel. Nach drei Minuten sind sie verbrannt. Hätte er eine größere Fackel benutzen können, wären sie in zwei Minuten verbrannt. Wie schnell wären sie verbrannt, hätte er die große und die kleine Fackel gleichzeitig verwenden können?
Den Elfen und Halbelfen erscheint die Logik, dass das Anzünden mit einer größeren oder kleineren Fackel zu einem schnelleren oder langsameren Verbrennen führen soll, sehr unlogisch. Zwar könnten sie selbstverständlich die mathematische Lösung berechnen, doch meinen sie, dass es sich um eine Fangfrage handle. Ein teergetränkter Scheiterhaufen brennt auch nicht schneller, egal ob man ihn mit einem Streichholz oder einer Fackel entzündet.
Sie antworten, dass die der Frage zugrundeliegende Annahme falsch sei.
Die Rotkappe grinst nur, die andere Rotkappe sagt aufgeregt "Aber jetzt dürfen wir sie töten, ja? Der Meister hat gesagt, wenn sie die Frage falsch beantworten, dürfen wir sie töten, ja?" Und so beginnt der Kampf.
Erst jetzt wird Aelea bewusst, dass die Höhle eine wilde Magiezone ist, in der die Magie auf ganz wirre und unvorhersehbare Weise funktioniert - oder auch nicht. Sie beschließt, das Risiko vorerst nicht einzugehen, und geht in Deckung. Diese nutzt ihr wenig, als eine Rotkappe heranstürmt und ihre Halsschlagader mit einer Sense anritzt. Mitgenommen beschließt sie, dass sie das Risiko eingehen muss, zu zaubern. Spiegelbilder sollen sie schützen. Doch die wilde Magie ist unvorhersehbar, und schlussendlich stehen statt einer der Rotkappen plötzlich sechs da - er und fünf Spiegelbilder! Nochmals wird Aelea von der Klinge der Sense geschnitten und schlimm verwundet. Nur mit ihrer Heldenkunst gelingt es ihr, sich schwerverletzt in Sicherheit zu bringen und einen starken Heiltrank zu sich zu nehmen.
Es sieht nicht gut aus für die Schicksalswanderer. Tanyl sieht schwer mitgenommen aus, Aenialis und Os kämpfen verbissen, und Aelea zückt mit dem Mut der Verzweiflung ihren Bogen und schießt tatsächlich eines der Spiegelbilder weg. Der Kampf steht an der Kippe, als Os unerwartet eine verblüffende Finte macht und seinem Gegner die Klinge bis zum Anschlag durchs Herz rammt. Die Rotkappe kann nicht einmal mehr aufstöhnen und sinkt tödlich getroffen zu Boden. Beflügelt von Os' grandioser Kampfeskunst streckt auch Tanyl eine Rotkappe nieder. Doch der letzte Widersacher fühlt sich weiterhin nicht nach Flucht, drei Spiegelbilder bleiben ihm immer noch. Nachdem Aenialis eines zerschlägt und Aelea ein weiteres mit einem Pfeil vernichtet, ergreift die Rotkappe schließlich doch lieber die Flucht. Erleichtert über das Ende des Kampfes sehen die Schicksalswanderer von der Verfolgung ab.
Die Leichen der Überreste beherbergen unerwarteter Weise einige Schätze, neben den unfassbar schweren Kalteisen-Stiefeln unter anderem auch eine magische Kappe und magische (leichtere) Stiefel.
Angeschlagen beschließen die Elfen, nun doch eine Rast einzulegen, bevor sie die weitere Höhle zu durchqueren versuchen. Die Nacht verläuft ruhig, ebenso wie die am folgenden Tag stattfindende Wanderung durch die Höhle.
Die Gärten der Gräber offenbaren sich schließlich. Sie sind weniger "intensiv" als übliche Gegenden im Feywild, also mehr wie auf der materiellen Ebene. Es handelt sich um eine ca. 200m lange und breite Ebene, die von Wäldern und Seen begrenzt ist. Mehrere Gebäude sowie eine Lagerfeuerstelle mit einem Obsidianobelisken sind erkennbar. Den scharfen Augen von Os entgehen auch nicht die moosüberwucherten Skelette von Goblins nahe des Lagerfeuers. Diese Stelle wird zuerst durchsucht.
Wenig unerwartet ist der Obelisk magisch, und einige Holzscheite werden "lebendig", als sie näher kommen. Kein großes Problem: Die Nahkämpfer zerlegen die Holzscheite, die Magie- und Fallenkundigen deaktivieren den Obelisken. Sie finden einen Kristallschlüssel.
Danach untersuchen sie den ersten Gebäudekomplex. Er besitzt kein Dach. In ihm befindet sich eine Sonnenuhr, die allerdings einen anderen Schatten wirft und dementsprechend eine andere Zeit anzeigt. Das Gebäude endet in einem See, in dem sich untote Fische befinden. Sonst finden sie nichts.
Das zweite Gebäude ist schon aufregender. Die Dunkelheit darin scheint intensiver als gewöhnlich, ihre Fackeln leuchten nur einen kleinen Bereich aus. Das Gebäudeinnere wirkt gefährlich, und sie fühlen, dass ein Sog zur negativen Energieebene besteht, der einen verschlingt, wenn man zu lange - einige Sekunden - am gleichen Platz verweilt. Die beiden Satyr-Statuen wirken unheimlich, und blickt man kurz woanders hin, verändern sie plötzlich ihre Position.
Auf einmal erscheinen zwei Schattenwesen, und ein Kampf beginnt. Ihnen wird klar, dass die Statuen als Teleport-Portale für die Schatten fungieren, und dass noch weitere solche Portale in dem Gebäude sein müssen.
Obwohl fast unverletzt flieht Os als erster aus dem Gebäude, laut eigenen Aussagen aus Angst vor dem Entzug der Stärke, den die Schatten offensichlich verursachen. Tanyl setzen sie stark zu, und ausgezehrt muss auch er fliehen. Os besinnt sich schließlich und kommt nach kurzer Zeit zurück, während die anderen Elfen den Schatten stark zusetzen und auch bereits beginnen, die Statuen zu zerlegen bzw. deaktivieren.
Bei näherer Untersuchung wird den Schicksalswanderern klar, dass dieses Gebäude einst Acererak als Übergang zu seiner Halbebene gedient haben muss, die Spuren sind noch deutlich erkennbar, die Nähe zur negativen Energie ein Beweis.
Sie vernichten die Schattenwesen und zerstören die Satyr-Statuen. Am anderen Ende des Gebäudes finden sie noch eine besonders große Satyr-Statue. Aenialis fällt daran etwas auf, und er kratzt das steinerne Falchion der Statue und entdeckt darin ein magisches Kurzschwert.

Aelea

Thursday, July 18, 2019

Reime, Hummelriesen und Tim Bumbadol :)

Nach der Reise durch ihr Unterbewusstsein finden sich die Schicksalswanderer in einer scheinbar unendlichen Höhle wieder.

„Licht lässt euch nicht immer sehen, im Dunkeln ist oft sicherer zu gehen, und bleibt ja nicht stehen“
Ein Pfeil surrt heran und durchbohrt Tanyl.
„Entkommt auch diesem Gemäuer, so soll es sein. Sonst wird euch dieses Ungeheuer, verwandeln zu Stein. Ahahaha“.
Im Schatten der Fackel sehen sie ein Schlangenüberwachsenes Haupt. Die Sahanul ist eine Medusa!!
„Schafft ihr es lebendig zum Tageslicht zu eilen, werde ich meine Weisheit teilen, ahahaha“.
Sie fliehen durch das Dunkel. Pfeile surren. Sie nutzen ihr Wissen, die Stalagmiten, Heldenformation und Geschick und erreichen den Ausgang. Die Sahanul steht Rede und Antwort.
Die Helden Fragen nach dem Phaerimm. Die Sahanul bestätigt die Taktik der Helden, verweist auf die Wichtigkeit zuerst Grünfeuer aufzusuchen und den Hinterhalt am Höhleneingang zu planen, während die Elfen in der Höhle die Brut des Phaerimm ausschalten.
Aelea fragt die Sahanul "was könnte uns noch helfen?" Sie erzählt in Reimen von einem Ort namens "Garten der Gräber". Aelea kann sich die Informationen gut herausfiltern. Dort soll ein Tor zu unzähligen Schätzen führen, darunter ein Deck of Many Things.
Aenialis fragt nach Möglichkeiten mehr Zeit herauszuschlagen bzw. in die Vergangenheit zu reisen. Die Sahanul erzählt von einem Ort, dem Berg Odraj, einem "Fünftausender" in Eis gekleideten Ort, an dem eine Norn beheimatet ist. Sie soll die Möglichkeit haben, Schicksale zu formen und Zeitverlauf/Zeit selbst und/oder Orte zu ändern.
Sollten die Elfen um Hilfe gebeten werden, sollten sie diese nicht verwehren.
Die Sahanul warnt vor der Feenstadt. Dort sollen sie sich vor einer Kreatur namens Tughut in Acht nehmen und den Winterhof meiden.

Die Sahanul möchte noch ein Spiel mit den Elfen wagen. Wer in ihr Gesicht blickt und danach die Höhle noch verlassen kann soll einen mächtigen magischen Gegenstand bekommen. Wer es nicht schafft bleibt als Einrichtung zurück.
Tanyl, Aenelias und Aelea wagen es. Isleth weigert sich. Das Schicksal meint es mehr oder weniger gut mit ihnen.
Nach dem Verlassen der Höhle trägt fast jeder ein Zeichen der besonderen Herausforderungen. Isleth wirkt verängstigt. Ihre Augen huschen hin und her. Aeleas Haut wurde Grau und wirkt wie nach einer übermäßigen Botoxbehandlung.
Sie wollen zurück zu Grünfeuer. Der Rückweg ist einfach und gestaltet sich abgekürzt. Nach einem Tag kommen sie an eine Stelle die eigentlich 3 Tage entfernt hätte sein sollen.
Ein grüner Hügelriese mit Hummelflügel bittet die Helden um Hilfe. Er erzählt von seinem fast ausgerotteten Klan an Hügelriesen. Nur er und drei weitere sind noch übrig. Sein Name ist Barbartus und er kann seine drei Begleiter besser anführen als der derzeitige Führer Totorno. Er erzählt seine Geschichte, wie er von den anderen gemobbt wird. Auch Gohola und Okguhut sind nicht nett zu ihm. Die Elfen können ihm helfen, die Führerschaft zu übernehmen. Die Elfen denken an die Worte der Sahanul und hecken einen Plan aus um Barbatus als Retter darzustellen.
Als Totorno auf seinen abendlichen "Aussichtsschiss" geht, gefolgt von Okguhut (wer weiß warum), lauern die Elfen Gohola auf und schlagen ihn bewusstlos. Soweit so gut. Isleth pfeift wie ausgemacht wie ein Stickriesliger Waldheimling und Barbatus wartet ab. Am Hintern kratzend tauchen die beiden anderen Riesen auf. Im Kampf werden Magic Missiles und Web Spells gesprochen und Barbatus lässt mit seinen angeborenen Fähigkeiten Okguhut einschlafen. Bleibt nur noch der Anführer Totorno. Diesem wird sehr zugesetzt. Doch dann erschlägt er überraschenderweise Isleth, Aenialis zuckt aus und tötet den großen Riesen. Sofort zieht er die Schriftrolle um Isleth vom Reich der Toten zu befreien.
Schwer geschwächt kehrt Isleth zurück. Die Helden verabschieden sich von Barbatus, wieso sie dem Riesen helfen sollten verstehen sie nicht. Sie entscheiden sich zurück zur Sahanul zu gehen. Sie soll Isleth von ihrem Angstzustand und dem Verlust ihrer Lebenskraft befreien. Doch die Sahanul hat andere Pläne. Sie will den Helden nicht helfen. Es wird diskutiert und versucht eine Einigung zu finden. Am Ende lassen sich die Helden ein Fluchgeas aufschwatzen, um der Sahanul das Deck of Many Things aus den Gärten der Gräber zu besorgen. Dafür heilt die Sahanul Isleth.

Am Weg in den Süden stoßen die Elfen auf eine große Lichtung im Wald. Dort steht ein moosbewachsenes Steingebäude. Rundherum seltsame Lechigartenfiguren (Pflanzenzwerge), aus Gebüschen geschnitten. Sie wagen sich Unsichtbar ans Haus heran. Plötzlich steht ein rindenartiger Mann an einem Eingang, welcher kurz zuvor nicht zu sehen war. Er redet schrullig wirres Zeug und lädt die Elfen in sein Haus ein. Die Helden sind sehr vorsichtig und unschlüssig, gehen am Ende aber mit. Im Haus ist alles anders. Regenbogenfarbene Bäume, Büsche und Wurzeln bilden die Wände, Lechi bewirten die Elfen und sie beginnen teetrinkend über magische Gegenstände zu feilschen. Aelea tauscht ihren Froststab gegen einen Stecken der eine Wand aus Hornissen beschwören kann. Sie schwatzen und feilschen und als sie den seltsamen "Herr der Lichtung" wieder verlassen, stehen sie plötzlich auf einer anderen, leeren Lichtung. Irgendwie fühlen sich Aelea und Isleth schwach.

Kurz darauf treffen sie auf einen Pfad, und kurz danach stehen sie vor dem Höhleneingang zum Garten der Gräber, welcher eigentlich noch mehrere Tage entfernt hätte sein sollen. Sie schlagen dort ihr Lager auf, hören aber aus der Höhle komische lachende Laute und Steinewerfen. Was sie dort wohl erwartet???

Aenialis